Thema des GLOWA-Projektes, in dessen Rahmen das Entscheidungs-Untertützungssystem
DANUBIA erstellt wird, ist die nachhaltige Bewirtschaftung des Wassers im
Einzugsgebiet der oberen Donau. Hierzu werden die gesammelten Informationen
und die Kompetenz zahlreicher Forschergruppen aus Natur- und Sozialwissenschaften gebündelt.
Diese Kompetenz war bereits in Form der Implementierung zahlreicher
Fachmodelle in den einzelnen Gruppen verfügbar. Diese Modelle wurden
nach außen zugänglich gemacht und zu einem verteilten System,
dem Entscheidungsunterstützungssytem DANUBIA, zusammengeschlossen.
Das gesamte System wurde in UML modelliert. Die für DANUBIA neu
zu erstellenden Komponenten wurden in JAVA implementiert. Die Verteilung
wurde mittels RMI realisiert. Verschiedene Teilaspekte der Modellrechnungen
(Raum, Zeit, physikalische Größen etc.) konnten nicht mehr von
den einzelnen Fachmodellen alleine verwaltet werden. Der Zugriff musste durch ein
übergeordnetes System abgestimmt werden. Zur Koordination eines gemeinsamen
Zeitverlaufes durften die Berechnungsschritte einzelner Modelle nur noch
nach dem Anstoß durch einen zentralen Controller ausgeführt
werden. Diesem Controller liegen Informationen über wirklich benötigte
Rechenzeit und der durch den Rechenschritt dargestellten Modellzeit vor.
Er muss für die Einhaltung eines systemweiten Modellzeitschemas durch
den Anstoß der Einzelrechungen in der richtigen Reihenfolge sorgen.
Im Rahmen des Fortgeschrittenenpraktikums wurde dieser Controller entwickelt.
Es entstand ein verteiltes System, das mit Methoden der objektorientierten
Software-Entwicklung analysiert, in UML modelliert und in Java implementiert
wurde. Daneben wurden wesentliche Constraints für die Reihenfolge
der Befehle des Controllers in OCL formalisiert.
Bearbeiter: Robert Schmidt
Aufgabensteller:
Priv.-Doz. Dr. Rolf Hennicker
Betreuer:
Michael Barth
Abgabe: November 2002