Di 17.11.2009, 16 Uhr - Dr. Martin Alberti: Einsatz biomolekularer Techniken zur Anordnung mikroelektronischer Bauelemente
im Institut für Informatik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Oettingenstr. 67, Raum 1.27
Vortraged wird Dr. Martin Alberti vom Fraunhofer Institut:
Einsatz biomolekularer Techniken zur Anordnung mikroelektronischer Bauelemente
Am Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration werden biomolekulare Wechselwirkungen zur Anordnung von mikroelektronischen Bauelementen untersucht. Dabei wurde in einem Modellsystem gezeigt, dass sich Mikrometer-große Silicabeads gezielt auf strukturierten Glassubstraten anordnen lassen.
Grundprinzip dieses Selbstanordnungsprozesses ist die spezifische Hybridisierung von zwei einzelsträngigen DNA-Molekülen zu einer DNA-Doppelhelix. Dabei hybridisieren einzelsträngige Oligonukleotide, die an den Silicabeads gekoppelt sind, an ihre komplementären Oligonukleotide, die auf dem Glassubstrat immobilisiert sind.
Für den Einsatz des Verfahrens zum Platzieren von Komponenten in der
Mikroelektronik wird nun in einem nächsten Schritt die Übertragung des Prozesses auf die Selbstanordnung von kleinsten Siliziumchips erfolgen. Die Aussichten für dieses Vorhaben sind vielversprechend, da die Kopplungschemie für die kovalente Bindung der Oligonukleotide an die Silicabeads auf Siliziumchips übertragen werden kann und die Chipgrößen stetig abnehmen. Zudem ist eine gezielte und parallelisierte Anordnung verschiedener Chips auf einer Substratoberfläche vorstellbar. Dies könnte durch den Einsatz mehrerer Oligonukleotide unterschiedlicher Sequenzen erreicht werden.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Christoph Wieser.




