Offener Brief an meinen Mann Mein lieber Mann, diesen Brief sende ich dir in einem nachgemachten Umschlage einer Software-Firma, damit du ihn auch sicher liest. Bitte verzeih mir die Täuschung, aber ich dachte, du solltest wissen, was zu Hause vorgegangen ist, seit dein Apple-Rechner vor zwei Jahren in unser Leben eintrat. Den Kindern geht es gut. Tommy ist nun sieben und ein heller, netter Kerl. Er hat großes Interesse am Zeichnen entwickelt. Für die Schule malte er ein Familienportrait. Alle sind gut getroffen, doch du besonders. Der Stuhl und dein Kopf von hinten sind sehr realistisch. Du wärest sehr stolz auf ihn. Klein-Jennifer wurde im September drei. Sie sieht aus wie du in diesem Alter. Sie ist ein sehr ansehnliches Kind und recht klug. Sie erinnert sich noch, wie du den ganzen Nachmittag mit uns an ihrem Geburtstag verbrachtest. Es war ein großer Tag für Jen, trotz des Sturms und des Stromausfalls. Mir geht es auch gut. Vor einem Jahr etwa ließ ich mich blond färben und entdeckte erfreut, dass wirklich mehr Spaß machte so. Lars - ich meine Mr. Swenson, der Abteilungsleiter - hat sich um meine Karriere gekümmert und wurde ein guter Freund von uns allen. Ich habe auch entdeckt, dass die Haushaltsbürden viel leichter sind, seit ich merkte, dass du dir nichts daraus machtest, ob Staub gesaugt wurde, und das Federnklopfen dich nur zum Niesen brachte. Das Haus ist gut in Schuss. Im letzten Frühjahr ließ ich das Wohnzimmer streichen. Ich weiß nicht, ob Du's gemerkt hast. Ich stellte sicher, dass die Anstreicher Luftlöcher in die Abdeckungen machten, um dich nicht zu stören. Nun, mein Lieber, ich muss gehen. Onkel Lars - Mr. Swenson, meine ich - nimmt uns alle auf eine Skitour mit, und es muss gepackt werden. Ich habe eine Haushälterin besorgt, für die Zeit unserer Abwesenheit. Sie wird alles in Ordnung halten, dir den Kaffee nachfüllen und die Mahlzeiten an deinen Schreibtisch bringen, so wie es dir lieb ist. Ich hoffe, du und der Apple haben eine gute Zeit, während wir weg sind. Jen und ich werden oft an dich denken - vielleicht erinnerst du dich auch an uns, während deine Disketten booten. In Liebe Mary Diese Glosse von Janet Schwarz ist der Zeitschrift "In-Cider" entnommen.